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Unterricht und Erziehung von Schülerinnen und Schülern mit Autismus-Spektrum-Störung

Unterricht und Erziehung

von Schülerinnen und Schülern

mit Autismus-Spektrum-Störung

 

Schülerinnen und Schüler mit einer Autismus-Spektrum-Störung besuchen alle Schulformen und Schulstufen.

Menschen mit Autismus wenden oftmals Lebens- und Lernstrategien an, deren Sinn nicht unmittelbar verstanden wird. Dies führt häufig zu Irritationen, Unverständnis, Hilflosigkeit oder sehr emotional geprägten Vorgehensweisen bei Mitschülerinnen und Mitschülern und bei Lehrkräften.

Die betroffenen Kinder und Jugendlichen empfinden Zuneigung, genießen einen liebevollen, wertschätzenden Umgang und erfreuen sich am Zusammensein mit anderen Menschen, können dies aber auf Grund ihrer Behinderung möglicherweise nicht angemessen ausdrücken.

Diese Schülerinnen und Schüler stellen auf allen Ebenen hohe Ansprüche an das Lehrpersonal. Sie zeigen sich auf der Erscheinungsebene häufig unbeeindruckt von pädagogischen Bemühungen. Sie sind schwierig erreichbar, ihre kognitiven Fähigkeiten sind schwer messbar und das Erlernen schulischer Inhalte erscheint teilweise eingeschränkt.

Gleichzeitig aber sind sie in einer pädagogisch gut gestalteten Lernumgebung in der Lage höchst beachtliche Leistungen zu zeigen und entsprechende Abschlüsse zu erreichen.

In der Regel besuchen Schülerinnen und Schüler mit Autismus eine allgemeine Schule und lernen in einem ihrer Begabung entsprechendem Bildungsgang.

Um ihnen eine erfolgreiche Schullaufbahn zu ermöglichen haben die Kinder und Jugendlichen Anspruch auf einen geeigneten Nachteilsausgleich.

Bei Anspruch auf sonderpädagogische Förderung ist der inklusive Unterricht oftmals sehr gut geeignet.

Förderschulen haben häufig umfassende Erfahrung in Unterricht und Erziehung von Kindern und Jugendlichen mit Autismus-Spektrum-Störungen. Sie differenzieren ihre Förderung individuell und haben sehr gut funktionierende pädagogische Verfahren etabliert.