Hessischer Bildungsserver / Förderschulen in Hessen

Beer will Inklusion behutsam vorantreiben"

Dieser Beitrag ist abgelaufen: 21. September 2012 00:00

"Kultusministerin Nicola Beer (FDP) will die Inklusion behinderter Schüler in hessischen Schulen behutsam verwirklichen. Der Verzicht auf Förderschulen wäre ein Fehler, sagt sie."

Quelle: FAZ

"Kultusministerin Nicola Beer (FDP) will die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen in Hessen behutsam verwirklichen. Die Zahl der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die an Regelschulen unterrichtet würden, solle langsam erhöht werden, kündigte die Ministerin gestern in Wiesbaden an. Schon jetzt könnten in Hessen 95,6Prozent aller Kinder und Jugendlichen die allgemeine Schule besuchen; das sei ein bundesweiter Spitzenwert. Ziel sei es, diesen Anteil in den nächsten Jahren auf 96 Prozent zu steigern.

Es wäre aus Beers Sicht allerdings ein Fehler, wenn man die Förderschulen für körperlich und geistig Behinderte ganz ersetzen wollte, denn viele Eltern wüssten es zu schätzen, dass dort besonders gut auf die speziellen Bedürfnisse ihrer Kinder eingegangen werden könne. Es sei kein Makel, sein Kind in eine Förderschule zu schicken, sagte Beer. „Auch diese Schüler sind nicht aus der Gesellschaft ausgeschlossen.“ Wie schnell der von den Vereinten Nationen geforderte möglichst weitreichende gemeinsame Schulbesuch von Behinderten und Nichtbehinderten, die sogenannte Inklusion, realisiert werden könne, hänge letztlich auch von den finanziellen Möglichkeiten des Landes ab, gab die Ministerin zu."

| 22. August 2012 12:47