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Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV): "Inklusion verkommt zum Frustprojekt"

Dieser Beitrag ist abgelaufen: 16. Februar 2013 00:00

"Pädagogen halten es derzeit für nicht möglich, den Inklusionsgedanken an Schulen so umzusetzen, dass Schüler davon profitieren können.
Das ist ein zentrales Ergebnis einer vom Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) durchgeführten Befragung, an der sich im Frühsommer über 1500 Lehrkräfte beteiligt haben. Etwa die Hälfte aller Befragten verfügte zu diesem Zeitpunkt über noch keine unmittelbaren Erfahrungen mit Inklusion. Für die Probleme bei der Umsetzung wurden zwei Gründe genannt: Die Struktur des Bildungswesens und die mangelhaften Ressourcen."

Quelle: bildungsklick

"So gaben 84% der Befragten an, dass das gegliederte Schulsystem in Bayern der erfolgreichen Umsetzung des Inklusionsgedankens im Weg steht. Schwerpunkt sei die institutionelle Trennung von Kindern. Diese schaffe Exklusion, keine Inklusion. 92% halten zudem die zur Verfügung stehenden organisatorischen und personellen Mittel für unzureichend und wünschen sich Fortbildungen, die sie auf die hohen Anforderungen vorbereiten. Grundsätzlich steht die Mehrheit der Lehrerschaft der Inklusionsidee aber positiv gegenüber. BLLV-Präsident Klaus Wenzel hält dies für ein weiteres wichtiges Ergebnis der Studie: "Lehrerinnen und Lehrer wollen Inklusion schaffen, doch es ist kaum machbar, weil die Voraussetzungen fehlen. Sie fühlen sich, wie so oft, von der Schul- und Bildungspolitik im Stich gelassen." Die Lehrkräfte an den bislang 41 ausgewiesenen bayerischen Inklusionsschulen - auch an sie wandte sich die Studie - müssten vor allem eines bestens können: improvisieren."

| 19. September 2012 12:49