Hessischer Bildungsserver / Förderschulen in Hessen

Schule mit Förderschwerpunkt Hören

Schulen für Hörgeschädigte unterrichten und erziehen Schülerinnen und Schüler deren Lernmöglichkeiten und sprachliche Entwicklung durch eine Herabsetzung der Hörfähigkeit beeinträchtigt sind. Sie arbeiten nach den Zielsetzungen der allgemeinen Schule. Schülerinnen und Schüler mit einer Hörschädigung können auch ambulant in einer allgemeinen oder in einer Förderschule gefördert werden.
Um die technische Versorgung und behinderungsspezifische Förderung zu gewährleisten, erfassen die Frühberatungsstellen der Schulen für Hörgeschädigte in ihren Beratungs- und Förderzentren hörgeschädigte Kinder frühzeitig. Schulen für Hörgeschädigte überprüfen im Rahmen ihrer Beratungs- und Förderzentrumsarbeit auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen und bieten eine individuelle Schullaufbahnberatung an.

Aufgabe der schulischen Bildung und Erziehung ist die Entfaltung der Persönlichkeit. Schülerinnen und Schüler lernen mit ihrer Hörschädigung umzugehen und erweitern ihre individuellen Fähigkeiten.

Ein Schwerpunkt des Unterrichts in Schulen für Hörgeschädigte liegt in der Hör- und Spracherziehung. Die Vermittlung von Laut-, Schrift- und Gebärdensprache, entsprechend den individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler, fördert das kommunikative Verhalten, das sprachliche Handeln und die Integration. Kinder und Jugendliche können so an der kulturellen Welt von Hörgeschädigten und Hörenden teilnehmen.

Die Schule für Hörgeschädigte vergibt Abschlüsse der allgemeinen Schule. Entsprechend dem individuellen sonderpädagogischen Förderbedarf kann auch der Abschluss der Schule für Lernhilfe oder der Schule für Praktisch Bildbare erworben werden.